Einwinterung und Winterkonservierung von Bootsmotoren und Antrieben

Ein besonderer Dank geht hier an die Firma Schmidt & Seifert oHG mit deren Genehmigung wir diese Texte ( zum Teil geändert ) von Ihrer Internetseite www.bootsmotoren.de übernehmen durften.   Schmidt & Seifert oHG
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Einführung

Um Schäden an Bootsmotoren und Antrieben zu verhindern, die durch Korrosion aufgrund der langen Standzeit und durch Frost enstehen können, sollten diese fachgerecht eingewintert und konserviert werden. Mit diesen Maßnahmen, die nur wenig Geld und Zeit in Anspruch nehmen, erhöhen Sie die Zuverlässigkeit und Sparsamkeit Ihres Bootsmotors.

Die Einwinterung ist auch der ideale Zeitpunkt um eine Kontrolle aller sichtbaren Teile der Einbaumaschine und des Antriebs vorzunehmen, um schadhafte Bauteile ausfindig zu machen und gegen Ersatzteile auszutauschen.

Mit dieser Kontrolle ersparen Sie sich in der kommenden Saison den Ärger durch vermeidbare Pannen.

Es gibt viele verschiedene Arten den Motor sicher für den Winter zu machen und für die Saison vorzubereiten. Wir gehen dabei davon aus, dass Sie Ihren Bootsmotor im Herbst konservieren und bereits für die nächste Saison vorbereiten. Sie ersparen sich im Frühjahr die Arbeiten an der Maschine und können sich den anderen Arbeiten an Ihrer Yacht widmen. Wir haben Ihnen einen Leitfaden zur Einwinterung und Winterkonservierung für Ihre Einbaumaschine erstellt, dieser hat sich in der Vergangenheit gut bewährt. Wählen Sie in dem rechten Block die einzelnen Arbeitsschritte an.

Vorbereitungen

Alle in unserer Einwinterungsanleitung angegebenen Intervalle sind nur allgemeine Empfehlungen, diese können jedoch von Maschine zu Maschine variieren. Informationen zu den Intervallen können Sie der Bedienungsanleitung für Ihren Bootsmotor entnehmen.

Durch die Arbeiten im Zuge der Winterkonservierung lernen Sie Ihre Maschine besser kennen und können bei einem Schaden auf See schneller reagieren und diesen beheben.

Für detailiertere Arbeitsanweisungen sollten sie ein Selbsthilfehandbuch zur Hand haben, dieses erklärt alle Arbeitsschritte speziell für Ihren Bootsmotor und Antrieb.
Sollten Sie auch weitergehende Arbeiten an Ihrem Bootsmotor selber ausführen wollen, empfehlen wir Ihnen weiterhin ein Werkstatthandbuch und den dazugehörigen Ersatzteilkatalog zu bestellen.

Um die Winterkonservierung an Ihrem Bootsmotor vornehmen zu können, sollten Sie neben dem richtigen Werkzeug auch alle nötigen Ersatzteile zur Hand haben.

Antrieb, Getriebe und Propeller

Ein einwandfreier Zustand von Antrieb/Getriebe und Propeller ist eine Vorraussetzung für die optimale Leistungsentfaltung Ihres Bootes.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass Propeller und Antrieb/Getriebe in einem tadellosen Zustand sind um den bestmöglichen Schub zu ermöglichen.
Schäden am Propeller führen zu Folgeschäden im Getriebe, um dieses zu vermeiden ist eine sorgfältige Einwinterungskontrolle nötig.

Ölwechsel

Das Antriebsöl sollte jährlich gewechselt werden.
Drehen Sie den Ablassstopfen heraus, lassen Sie das alte Öl ab, und füllen Sie neues Öl auf. Für die meisten Antriebe gibt es unter  www.bootsmotoren.de Ersatzteilvorschläge erstellt, hier ist für Ihren Antrieb die benötigte Füllmenge und Ölsorte angegeben. Sollte Ihr Antrieb nicht gelistet sein, beachten Sie die Angaben in der Bedienungsanleitung Ihres Motors.

Wenn das alte Öl verfärbt ist, kann dies auf einen Wassereinbruch hindeuten. Die Leckage, meist undichte Simmerringe, muß gesucht und beseitigt werden. Wenden Sie sich www.bootsmotoren.de oder Ihre nächstgelegene Volvo Penta Vertragswerkstatt, deren Anschrift wir Ihnen auf Wunsch gern bekannt geben.

Achtung! Arbeiten Sie niemals an einem ungesicherten Antrieb. Sichern Sie den Antrieb entsprechend den Anweisungen in der Betriebsanleitung.

Kühlung von Bootswendegetrieben

Viele Getriebe sind seewassergekühlt. Das Kühlwasser wird auf dem Wege zum Motor in einem Kühlkanal durch diese Getriebe hindurchgeführt. Stellen Sie bitte sicher, daß sich in diesem Kühlkanal kein Wasser befindet, bzw. beziehen Sie das Getriebe in den Ansaugvorgang für das sichernde Glykol-Wasser-Gemisch (vgl. Motorkühlung) mit ein, damit es nicht zu Frostschäden kommt.

Schauen Sie bitte in Ihrer Betriebsanleitung nach, ob das an Ihrem Motor montierte Getriebe eine Zinkanode aufweist und kontrollieren Sie diese mindestens einmal im Jahr.

Anoden

Zink- und Magnesiumanoden sollten sorgfältig kontrolliert werden, denn sie schützen Motor und Antrieb vor galvanischer Korrosion. Spätestens wenn 50% oder mehr verbraucht sind, müssen die Anoden erneuert werden.

Kratzen Sie die Anlageflächen der Anoden ab, so daß wieder richtiger Kontakt zum Gehäuse entsteht. Reinigen Sie bitte auch die übrige Fläche von Ablagerungen. Achten Sie auch darauf, daß das Material um die Befestigungsschraubenlöcher der Ringanode noch fest ist. Sollte es sich in diesem Bereich bröselig anfühlen, sollten Sie die Anode unbedingt erneuern, auch wenn sie ansonsten noch wenig zerfressen ist, da die Gefahr besteht, daß sie sich losreißt und mitdreht.

Wir raten dringend, ausschließlich Originalanoden zu verwenden. Scheinbar preisgünstigere Nachgüsse enthalten häufig Fremdmetallbeimischungen und können dadurch schwerwiegende Korrosionsschäden an Antrieb und Propeller verursachen.Im Süßwasser sollten Magnesiumanoden verwendet werden, während bei Salzwasserfahrt Zinkanoden zu montieren sind. Die Anoden dürfen nicht überstrichen werden, da eine durch Farbe abgeschirmte Opferanode die elektrolytische Korrosion des Motors bzw. Antriebs nicht mehr verhindern kann!

 

Aquamatik-Antriebe

Die Bälge von Antrieb und Auspuffanlage müssen sorgfältig überprüft werden, da beide hohem Verschleiß durch Verschmutzungen und Salz in Wasser und Luft ausgesetzt sind.
Kontrollieren Sie die Bälge, den s-förmigen Wasserschlauch und die dazugehörigen Schellen und erneuern Sie diese, wenn sie beschädigt sind oder die Gummiteile an Elastizität verloren haben.

 

Saildrive-Antrieb

Bei Booten mit Saildrive-Antrieb sollte die Gummimembrane zwischen Antrieb und Motorbett einmal im Jahr überprüft werden. Wenn die Dichtung beschädigt ist, muß sie sofort erneuert werden, anderenfalls jedoch spätestens nach sieben Jahren.

Nehmen Sie den Faltpropeller von der Welle, zerlegen und reinigen Sie ihn. Im Frühjahr sollten Propeller und Propellerwelle mit dem wasserfesten Spezialfett vor der Montage dick eingeschmiert werden.

Propeller

Die gute Pflege des Propellers gewährleistet ein Höchstmaß an Leistung.

Ein defekter Propeller muß sofort gewechselt werden, da er die Motorleistung beeinträchtigt und Vibrationen verursacht, die im schlimmsten Fall Schäden an Lagern und Dichtungen verursachen können. Selbst kleine Defekte am Propeller können Kavitationsschäden zur Folge haben (sehen aus wie Korrosionsschäden). Reparieren Sie deshalb auch den kleinsten Schaden sofort und bessern Sie ihn mit Farbe aus.

Aus Gründen der Sicherheit sollten Sie immer einen Ersatzpropeller an Bord haben.

Kühlkreislauf

Ein funktionierender Kühlkreislauf ist entscheidend für die Leistungsentfaltung, einer lange Lebenszeit und geringen Verschleiß des Bootsmotors.
Nur bei der optimalen Motortemperatur entwickelt das Motoröl seine idealen Schmiereigenschaften und senkt so verschleißbedingte Schäden. Auch der Kraftstoffverbrauch kann bei der richtigen Betriebstemperatur so gering wie möglich gehalten werden.

Winterkonservierung von Seewasserkühlungen

Das Seewasser muss aus Motor und Antrieb entfernt werden.

Lösen Sie die Saugleitung vom Wendegetriebe bzw. vom Saildrive-Antrieb oder von der Innenseite des Aquamatikantriebes.
Verbinden Sie einen Schlauch mit der Saugleitung und führen Sie diesen in einen Eimer mit Süßwasser. Sorgen Sie dafür, dass das Frischwasser im System zirkulieren kann. Lassen Sie deshalb den Motor solange im Leerlauf laufen, bis er so warm ist, dass sich das Thermostat öffnet.

Schlamm und Salz müssen vollständig aus dem System gewaschen werden, um Rostbildung zu verhindern. Achten Sie darauf, dass die Wasserpumpe nicht trocken läuft.

Um Frostschäden zu vermeiden, muss der Kühlkreislauf entwässert werden.
Läuft hierbei nur unverhältnismäßig wenig Wasser ab, stochern Sie bitte mit einem Draht in den Hahn, da möglicherweise Schmutz vor der Ablauföffnung im Kühlkanal des Motorblocks sitzt.

Führen Sie nun zweckmäßigerweise den unter "Motor" beschriebenen Öl- und Ölfilterwechsel durch, weil es vorteilhaft ist, wenn danach der Motor noch einmal kurz läuft, während nach dem folgenden Arbeitsschritt die Maschine nicht mehr gestartet werden sollte.
Auch die Überprüfung der Seewasserpumpe und des Thermostaten ist zu diesem Zeitpunkt sinnvoll.

Saugen Sie zum Schluss ein 1:1-Gemisch aus Wasser und Glykol an. Diese Mischung bleibt im Kühlsystem. Sie ist Frostschutz und hat konservierende Wirkung.
Wichtig bei diesem Arbeitsgang ist, dass das Thermostat geöffnet ist. Können Sie, weil z.B. Ihre Yacht schon aufgeslippt ist, den Motor nicht richtig warmfahren, besteht die Gefahr, dass das Thermostat geschlossen bleibt und Sie lediglich die Auspuffanlage Ihrer Maschine, nicht aber diese selbst konservieren.
Deshalb unsere Empfehlung, den Motor vor Ansaugen des Glykol-Wasser-Gemisches zu entwässern, da dies eine Zwangsbefüllung des Kühlsystems bewirkt.
Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie auch das Thermostat ausbauen, den Deckel (Thermostatdichtung einlegen) wieder schliessen und die Maschine ohne Thermostat bei der Konservierungsprozedur laufen lassen.

Winterkonservierung von Frischwasserkühlungen (Zweikreiskühlungen)

Motoren mit Frischwasserkühlung haben zwei getrennte Kühlkreise.

Abgassammelrohr, Ölkühler (nur bei grösseren Maschinen vorhanden) und Wärmetauscher sind seewassergekühlt.
Die Winterkonservierung wird hier wie zuvor bei der Seewasserkühlung beschrieben durchgeführt.

Vergewissern Sie sich anhand der Betriebsanleitung Ihres Motors, ob, und wenn ja, wo die Maschine und das Getriebe mit Zinkanoden ausgerüstet sind. Überprüfen Sie diese und erneuern Sie sie, wenn mehr als ein Drittel der Anode fehlt.

Zylinderblock und Zylinderkopf sind frischwassergekühlt. Überprüfen Sie mit einem Glycol-Tester, ob das Frischwassersystem ausreichend Frostschutzmittel enthält. Da die Glycol-Mischung im Laufe der Zeit ihre schützenden Eigenschaften verliert, sollte sie alle zwei bis drei Jahre erneuert werden.

Thermostat


Das Thermostat sorgt dafür, dass der Motor stets die richtige Arbeitstemperatur hält. Wenn Sie eine Temperaturanzeige im Instrumentenbrett haben, können Sie jederzeit selbst kontrollieren, ob der Motor mit der korrekten Betriebstemperatur läuft.

Es gibt eine Reihe von Gründen für überhöhte Betriebstemperatur. Eine naheliegende Möglichkeit ist jedoch ein zu spät oder garnicht öffnender Thermostat.

Sie können die einwandfreie Funktion des Thermostaten überprüfen, indem Sie ihn ausbauen und, zusammen mit einem Thermometer, in ein Gefäß mit kaltem Wasser legen.
Bei der anschließenden Erwärmung des Wassers sollte der Thermostat bei der eingeprägten Öffnungstemperatur öffnen. Außerdem sollte er, mit einer Zange in kaltes Wasser gehalten, auch wieder zügig schliessen.
Nur dann ist das Thermostat einwandfrei. D.h., ein Thermostat, das ständig geöffnet oder geschlossen bleibt, zu spät oder zu früh öffnet, ist defekt und muss erneuert werden.
Die beschriebene Funktionsüberprüfung, zusammen mit der Reinigung von Ablagerungen, empfiehlt sich, als Standardprozedur im Rahmen der Winterinspektion.

Seewasserpumpe

Der Impeller der Kühlwasserpumpe pumpt das Kühlwasser durch die Kühlanlage des Motors.

Entfernen Sie vorsichtig den Deckel des Pumpengehäuses und ziehen Sie den Impeller heraus.
Detaillierte Arbeitsanweisungen entnehmen Sie bitte Ihrer Betriebsanleitung

Prüfen Sie den Impeller jedes Jahr.
Ist er beschädigt oder abgenutzt, muss er erneuert werden. Vergessen Sie nicht, eine neue Dichtung einzusetzen, wenn Sie den Deckel wieder montieren.

Ein Impeller ist das typische "Muss-Ersatzteil", das Sie ständig in Reserve an Bord haben und ohne das Sie niemals auslaufen sollten.

Der Impeller einer trockenlaufenden Pumpe wird schon nach wenigen Minuten zerstört, und wie schnell wird die Kühlung durch eine treibende Plastiktüte, Seegras oder Schlick und Sand unterbrochen!

Kühlwasserschläuche und Schellen

Für die Leistungsfähigkeit des Motors ist eine wirksame Kühlung besonders wichtig.

Kontrollieren Sie deshalb sorgfältig die Schläuche und Schlauchschellen der Kühlanlage. Vergewissern Sie sich bitte dass alle Teile in Ordnung sind. Erneuern Sie rechtzeitig alle Schläuche, wenn das Material seine Elastizität verloren hat.
Sie vermeiden so Pannen und aufwändige Reparaturen. Es lohnt sich nicht, auf Kosten der Sicherheit zu sparen.

Bordwanddurchführung

Überprüfen Sie die Bordwanddurchführungen besonders sorgfältig und überzeugen Sie sich, dass alle Klemmen fest sitzen und keine Lecks auftreten.

Kontrollieren Sie auch, ob der Seewassereinlass frei ist.

 

Kühlkanalreinigung


Sollten Sie verfestigte Ablagerungen im Kühlkreislauf bemerken, empfiehlt sich eine chemische Reinigung der Kühlkanäle. Wir haben die hierfür erforderliche Vorgehensweise auf einem separaten Merkblatt zusammengestellt, das Sie gern kostenlos bei www.bootsmotoren.de abfordern können.

 

Motor

Eine regelmäßige Wartung und Kontrolle des Motors ist ein wichtiger Faktor für die Lebensdauer Ihres Bootsmotors.
Mit den unten beschriebenen Wartungsarbeiten sorgen Sie für eine optimale Leistungsentfaltung Ihres Bootsmotors und geringen Verschleiß.
Aus falscher Sparsamkeit gesparte Wartungsteile, können in teuren und aufwändigen Reparaturen enden.

Sie sollten stets Original-Volvo Penta Ersatzteile für Ihren Aussenbordmotor nutzen, da diese auf die speziellen Bedürfnisse eines Bootsmotors ausgelegt sind.
Das richtige Öl und Füllmenge, Ölfilter, Kraftstofffilter und Luftfilter für Ihren Bootsmotor finden Sie in den Ersatzteilvorschlägen von www.bootsmotoren.de.

 

Ölwechsel

Das Motoröl soll nach jeweils 50 Betriebsstunden gewechselt werden, mindestens jedoch einmal im Jahr.
Bedenken Sie bitte, dass bei Bootsmotoren im Freizeitbereich die Standzeiten wichtiger als die Betriebszeiten sind. Auch Öl altert, nimmt Kondenswasser auf und die im Öl enthaltenen Additive verflüchtigen sich.

Der Ölwechsel muss durchgeführt werden, solange der Motor noch warm ist.

Durch das Loch für den Ölmeßstab kann das alte Öl mit der Ölabsaugpumpe abgepumpt werden. Bei vielen neueren Motoren ist ein Ölabsaugrohr seitlich am Motor vorbreitet, an das die Ölabsaugpumpe nur noch angeschlossen zu werden braucht.

Wenn Sie Ihren Bootsmotor, etwa wie Ihren PKW, täglich betreiben, reicht ein gutes Markenöl der richtigen Qualität und Viskosität. Bei den üblichen Wochenendnutzungen und insbesondere am Ende der Saison zur Einwinterung der Maschine empfehlen wir Original-Volvo Penta-Motorenöl, das besondere Wirkstoffe enthält und für die Konservierung der stehenden Maschine sorgt.

Ein paar Spritzer Motoröl in die Luftansaugung beim letzten Motorlauf konservieren zusätzlich zuverlässig auch die Ventile und Ventilschäfte.

Ölfilter

Der Ölfilter verhindert, dass Schmutz, Metallteile und andere schädliche Substanzen im Motor zirkulieren und dort schwerwiegende Defekte verursachen können.

Erneuern Sie den Filter nach jeweils 100 Betriebsstunden, sofern Ihre Betriebsanleitung kein anderes Wartungsintervall empfiehlt, mindestens jedoch einmal im Jahr.

Befolgen Sie bitte die Hinweise in der Betriebsanleitung, wenn Sie den Ölfilter selbst auswechseln wollen. Es empfiehlt sich, die Gummidichtung dünn mit Fett oder Dieselkraftstoff einzustreichen und den Filter nur mit der Hand aufzudrehen, damit er sich im kommenden Jahr leichter lösen lässt.
Bei sehr fest sitzendem Filter kann ein Filter-Spanngurt hilfreich sein. Im schlimmsten Fall muss der Filter mit einem Schraubendreher oder ähnlichem Werkzeug durchstossen und gelöst werden (Es gibt ein Spezialwerkzeug, dessen Anschaffung sich jedoch in den meisten Fällen nicht lohnt. Wenn Sie im Großraum Hamburg wohnen, leiht die Firma Schmidt & Seifert oHG ihnen dies gern übers Wochenende.

 

Kraftstofffilter

 

Kraftstoffilter sollen einmal jährlich erneuert werden.

Dies gilt auch für die Filterpatronen in dem Vorfilter mit Wasserabscheider.
Reine Wasserabscheider sollten einmal jährlich gereinigt werden.

Es ist wichtig, dass Sie die Kraftstoffanlage sorgfältig auf undichte Stellen überprüfen. Durch eine Undichtigkeit kann Luft in das Dieselsystem eindringen und zu Betriebsstörungen führen.


Luftfilter

 


Ein sauberer Luftfilter und, soweit vorhanden, ein einwandfreier Kurbelwellengehäuse-Belüftungsfilter sind Voraussetzungen für maximale Motorleistung und niedrigen Kraftstoffverbrauch.

Erneuern Sie die Filter nach jeweils 200 Betriebsstunden, sofern Ihre Betriebsanleitung kein anderes Intervall vorschreibt, mindestens jedoch einmal im Jahr.

Viele kleinere Dieselmotoren haben einen Luftfilter, der eigentlich nur ein Ansauggeräuschdämpfer ohne Papierfilterpatrone mit einem innenliegenden Stahlsieb als Schutz vor Ansaugung grösserer Gegenstände ist.
Dieses Bauteil muß nicht erneuert werden, solange es intakt ist. Es reicht, wenn diese Art Luftfilter alle paar Jahre mit Waschbenzin gereinigt und mit Pressluft sauber- und trockengeblasen wird.

Besonderheiten bei Benzinmotoren

Benzinmotoren verlangen nach besonderer Wartung und Konservierung, damit das Motorinnere, das Kraftstoffsystem und das Zündsystem während der langen Standzeit keinen Schaden nehmen.

Rostschutz für das Motorinnere

Sorgen Sie darfür, daß die Frischluftzufuhr gewährleistet ist, solange der Motor läuft.

Entfernen Sie den Vergaserflammschutz. Starten Sie den Motor und füllen Sie 15-20ml Motoröl (SAE 15W-50) in die Vergaseransaugöffnung. Gießen Sie langsam, damit der Motor nicht stehenbleibt.
Der Motor wird qualmen und ungleichmäßig laufen.
Füllen Sie abschließend weitere 15-20ml Motoröl ein und schalten Sie den Motor nach ein paar Sekunden aus.

Beachten Sie, daß die Zündkerzen nach dem Überwintern jedesmal gründlich gereinigt oder ausgewechselt werden sollten, ehe Sie den Motor das erste Mal anlassen.

Kraftstoffsystem


Während ein Dieselmotor mit undichtem Kraftstoffsystem nicht startet, ist bei einem Benzinmotor mit schlecht abgedichtetem Kraftstoffsystem die Gefahr von Feuer und schweren Unfällen gegeben!

Überprüfen Sie den Zustand der Kraftstoffleitungen und wechseln Sie sie, falls nötig, aus.

Zündsystem

Die Wartung des Zündsystems ist wichtig, damit der Motor rund läuft und weniger Kraftstoff verbraucht.

Wenn Ihnen das richtige Werkzeug und das Fachwissen zur Einstellung fehlen, sollten alle Arbeiten an der Zündung von uns oder einer anderen Vertragswerkstatt ausgeführt werden.

Eine falsche Zündeinstellung kann zu Schäden am Motor und unwirtschaftlichem Betrieb führen.

Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, daß alle Teile sauber und trocken sind. Reinigen und trocknen Sie Zündkabel und Verteilerkappe, nehmen Sie die Verteilerkappe ab und säubern Sie sie auch von innen.

Besprühen Sie beide Seiten mit einem feuchtigkeitsabweisenden Universalöl-Spray.

Ersetzen Sie beschädigte oder abgenutzte Teile durch neue.

Motorelektrik

Eine sorgfältige Konservierung der Motorelektronik erspart viel Arbeit in der folgenden Saison.
Ein gerissener Keilriemen kann zur Motorüberhitzung und dem Ausfall der elektrischen Versorgung führen, ein Schaden der vermeidbar ist.

Sollten Sie Fragen zu der Winterkonservierung Ihrer Motorelektronik haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Keilriemen

Kontrollieren Sie ein- bis zweimal im Jahr den Keilriemen von Lichtmaschine und Frischwasserpumpe.

Drücken Sie bei stehendem Motor auf die Mitte des Riemens, er darf nicht mehr als 5-10 mm nachgeben.
Überprüfen Sie auch, ob der Riemen eingerissen oder mürbe ist.

Ein verschlissener Keilriemen rutscht leicht und beeinträchtigt die Leistung der Lichtmaschine und - bei einem frischwassergekühlten Motor - der Wasserpumpe.
Wenn der Keilriemen reißt, führt das zum Überhitzen des Motors und zum Ausfall der elektrischen Versorgung.
Vermeiden Sie solche unnötigen Schäden, Vorsorge lohnt sich! Wir empfehlen Ihnen immer einen Keilriemen in Reserve an Bord zu haben.

Batterie


Belag auf den Batteriepolen beeinträchtigt den Kontakt und die Ladeleistung der Batterie.
Achten Sie deshalb darauf, daß die Pole sauber sind und fetten Sie die Pole, bevor die Kabel angeschlossen werden.

Prüfen Sie regelmäßig, ob die Batterie ordnungsgemäß aufgeladen ist und genug Batterieflüssigkeit vorhanden ist. Füllen Sie bei Bedarf destilliertes Wasser nach.

Wenn Sie die Batterie während des Winters im Boot lassen, ist es unbedingt erforderlich, daß diese voll aufgeladen ist.
Wenn Sie die Batterie jedoch ausbauen und ins Warme stellen, muß sie monatlich nachgeladen werden.

Sicherungen

Viele Volvo Penta Motoren haben einen Sicherungsblock mit mehreren Ausgängen.
Wenn die Sicherung durchbrennt, brauchen Sie das Kabel nur am nächsten Ausgang anzuschließen.

Halten Sie aus Sicherheitsgründen immer einen Sicherungsblock in Reserve und überprüfen Sie den eingebauten im Rahmen der Winterinspektion auf seinen Zustand und auf feste Montage.

Schalter

Schützen Sie das elektrische System durch ein feuchtigkeitsabweisendes Universalöl-Spray.
Sprühen Sie es auch auf die Kontakte und Verbindungen auf der Rückseite des Instrumentenbretts.

Stellen Sie alle Schalter, nachdem Sie die Verbindung zur Batterie gelöst haben, auf "on", um eine Oxydation der Kontakte zu verhindern.

 

Reinigen und Ausbessern

Eine sorgfältige Reinigung und Ausbesserung des Lacks an Ihrem Motor/Antrieb schützt diesen vor Korrosion und ermöglicht eine schnellere Lokalisierung von Leckagen.

Motor

Waschen Sie Motor und Wendegetriebe mit einem fettlösenden Mittel.
An einem sauberen Motor arbeitet es sich besser und sicherer, da kleine Defekte und Lecks einfacher zu lokalisieren sind.

Wenn der Farbanstrich beschädigt ist, muß er sofort ausgebessert werden, um Korrosionsschäden zu verhindern.

Kontrollieren Sie bitte auch die Auspuffanlage. Alte Schläuche verlieren ihre Elastizität und werden mürbe.

 

Erneuern Sie abgenutzte Schläuche rechtzeitig, um

Lecks und gefährliche Abgase

an Bord zu vermeiden.

Antrieb

Überprüfen Sie den kompletten Antrieb auf schadhafte Stellen im Farbanstrich, um Korrosionsschäden zu verhindern.

Sonstiges

In diesem Abschnitt beschreiben wir weitere Arbeiten und Tätigkeiten, die bei der Motor- und Antriebskonservierung beachtet werden sollten.

Luftzirkulation

Vergewissern Sie sich, daß Ihr Boot während der Überwinterung gut durchlüftet wird. Die Luft muß im Inneren zirkulieren können.
Türen und Luken, die in den Motorraum führen, bleiben offen, um die Entwicklung von Schwitzwasser und Schimmel zu verhindern.